Wir schreiben das Jahr 1532.

 

Zu dieser Zeit regierte Kaiser Karl der V., römisch-deutscher König und Kaiser des heiligen Römischen Reiches, bereits 300 Jahre bevor Kaiser Franz Josef I. geboren wurde.

Eine im Kammerhofmuseum von Bad Aussee aufbewahrte Urkunde belegt, dass in diesem Jahr der "Huetterer" Jörg Leeb das Hutmacherhandwerk ausübte.

 

Niemand weiß jedoch genau, wie lange zuvor das Hutmachergewerbe in diesem traditionsreichem Hause erstmals ausgeübt wurde. Mehrmals lässt sich noch ein Besitzerwechsel nachweisen.

 

Der Betrieb jedoch besteht ohne Unterbrechung bis Heute in bewährter Form.

 

 

1695    erwarb der Hutmacher Christian Stopfinger aus Gmunden den Betrieb,

1829    heiratete der als „Entdecker des Ausseerlandes“ bezeichnete Erzherzog Johann die Ausseer    Postmeisterstochter Anna Plochl.

             Der Erzherzog Johann,- und der Plochlhut wird noch heute erzeugt und getragen.

1873    erschuf der aus Judenburg stammende Hutmacher Ferdinand Reiter den bis heute bestehenden „Ausseer Hut“ mit dem charakteristischen schwarzen Stumpen aus Kaninchenhaar und dem dunkelgrünen Seidenband.

1939    kaufte der Hutmacher August Peischl aus Bozen, Haus und Geschäft von den Reiter-Enkeln. Peischl´s Sohn fiel im II. Weltkrieg.

1960    übergab die Witwe Peischl´s an Franz Leithner aus Bad Ischl.

1983    wurde im Beisein von Markus Salvator Habsburg Lothringen – ein direkter Nachfahre von Kaiser Karl dem V. – die 450 Jahrfeier zelebriert.

1989    übernahm die Tochter von Franz und Elfriede Leithner, Elfriede Reiter den Betrieb, der in bewährter Form weitergeführt wird.                        

2010    übergibt Elfriede Reiter nach verdientem Ruhestand, an Sohn Alexander Reiter, der seit  nunmehr 25 Jahren als Meister in die Fußstapfen von Mutter und Großeltern steigt.

                                                     

 

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